Meine erste ColognePride
- Pup Snufkin

- 6. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Es gibt Momente, auf die freut man sich lange im Voraus und dann gibt es Momente, die trotzdem noch grösser sind, als man sie sich vorgestellt hat.
Genau so ging es mir beim Cologne Pride 2026.
Natürlich wusste ich, dass Köln gross wird. Man liest von über einer Million Besucherinnen und Besuchern, unzähligen Veranstaltungen und einer Community, die aus der ganzen Welt anreist. Zahlen sind aber nur Zahlen – bis man plötzlich mitten drin steht.
Was mich am meisten beeindruckt hat, war gar nicht die Grösse. Es war die Selbstverständlichkeit.
Puppys, Lederkerle, Drag Queens, Familien mit Kindern, ältere Paare, junge Queers, neugierige Touristinnen und Touristen – alle bewegten sich nebeneinander, als wäre genau das das Normalste der Welt. Und vielleicht sollte es das auch sein.
Natürlich war auch das Strassenfest überwältigend. Laut, voll und voller Eindrücke, als mein Kopf zeitweise verarbeiten konnte. Ich merkte schnell, dass ich zwischendurch Ruhe brauchte. Das hat nichts mit Köln zu tun – ich funktioniere einfach so. Umso schöner war es, später wieder einzutauchen, wenn der Akku etwas voller war.
Die Parade am Sonntag fühlte sich dagegen ganz anders an. Weniger hektisch, dafür emotionaler. Immer wieder blieb mein Blick an kleinen Szenen hängen: Menschen, die sich nach langer Zeit wieder in die Arme fielen. Fremde, die einander zulächelten. Kinder, die begeistert winkten. Es waren diese kurzen Augenblicke, die mir gezeigt haben, worum Pride eigentlich geht.
Besonders spannend war für mich auch die Puppy Community. Viele Gesichter kannte ich nur von Instagram oder Telegram – plötzlich standen sie einfach vor mir. Manche Begegnungen dauerten nur ein paar Minuten, andere entwickelten sich zu langen Gesprächen. Irgendwie schrumpft die Welt erstaunlich schnell, wenn alle das gleiche verrückte Hobby teilen.
Auf der Rückfahrt musste ich immer wieder daran denken, wie unterschiedlich Pride sein kann. In der Schweiz sind wir oft deutlich kleiner unterwegs. Köln dagegen fühlt sich fast wie eine eigene kleine Welt an – laut, bunt, chaotisch und trotzdem erstaunlich offen.
Ich nehme viele schöne Erinnerungen, neue Bekanntschaften und noch mehr Motivation mit nach Hause und falls alles klappt, war das definitiv nicht meine letzte Cologne Pride.



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